GOTT - VATER - ALLERHÖCHSTER - JESUS CHRISTUS

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Samstag, 25. Mai 2013, 11:49

Gott ist aller Schätze edelster Hort

Aufblick

heute Morgen bei Sonnenaufgang 


          Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren,
          so lass mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort:

          "Gott ist das Größte, das Schönste und Beste,
          Gott ist das Süßte und Allergewisste,
          aus allen Schätzen der edelste Hort."

          (Paul Gerhardt: Die güldne Sonne)


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Gott ist aller Schätze edelster Hort
Autor: addition am Donnerstag, 19. Mai 2011, 12:03

Die güldne Sonne

1.) Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne
Bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen
Ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
Aber nun steh ich, bin munter und fröhlich,
Schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

2.) Mein Auge schauet, was Gott gebauet
Zu seinen Ehren und uns zu lehren,
Wie sein Vermögen sei mächtig und groß
Und wo die Frommen dann sollen hinkommen,
Wann sie mit Frieden von hinnen geschieden
Aus dieser Erde vergänglichem Schoß.

3.) Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen
Güter und Gaben; was wir nur haben,
Alles sei Gotte zum Opfer gesetzt!
Die besten Güter sind unsre Gemüter;
Dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder,
an welchen er sich am meisten ergötzt.

4.) Abend und Morgen sind seine Sorgen;
Segnen und mehren, Unglück verwehren
Sind seine Werke und Taten allein.
Wann wir uns legen, so ist er zugegen;
Wann wir aufstehen, so lässt er aufgehen
Über uns seiner Barmherzigkeit Schein.

5.) Ich hab erhoben zu dir hoch droben
All meine Sinnen; lass mein Beginnen
Ohn allen Anstoß und glücklich ergehn.
Laster und Schande, des Satanas Bande,
Fallen und Tücke treib ferne zurücke;
Lass mich auf deinen Geboten bestehn.

6.) Lass mich mit Freuden ohn' alles Neiden
Sehen den Segen, den Du wirst legen
Auf meines Bruders und Nächsten Haus.
Geiziges Brennen, unchristliches Rennen
Nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde
Aus meinem Herzen und wirf es hinaus.

7.) Menschliches Wesen, was ist's gewesen?
In einer Stunde geht es zu Grunde,
Sobald das Lüftlein des Todes dreinweht.
Alles in allen muss brechen und fallen;
Himmel und Erden, die müssen das werden,
Was sie vor ihrer Entstehung gewest.

8.) Alles vergehet. Gott aber stehet
Ohn alles Wanken; seine Gedanken,
Sein Wort und Wille hat ewigen Grund.
Sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden,
Heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen,
Halten uns zeitlich und ewig gesund.

9.) Gott, meine Krone, vergib und schone!
Lass meine Schulden in Gnad' und Hulden
Aus deinen Augen sein abgewandt.
Sonsten regiere mich, lenke und führe,
Wie dir's gefället; ich habe gestellet
Alles in deine Beliebung und Hand.

10.) Willst du mir geben, womit mein Leben
Ich kann ernähren, so lass mich hören
Allzeit im Herzen dies heilige Wort:
Gott ist das Größte, das Schönste und Beste;
Gott ist das Süßte und Allergewisste,
Aus allen Schätzen der edelste Hort.

11.) Willst Du mich kränken, mit Galle tränken,
Und soll von Plagen ich auch etwas tragen,
Wohlan, so mach es, wie dir es beliebt.
Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig
Meinem Gebeine, das weißt du alleine,
Hast niemals keinen zu sehr noch betrübt.

12.) Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende;
Nach Meeresbrausen und Windessausen
Leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht.
Freude die Fülle und selige Stille
hab' ich zu warten im himmlischen Garten;
Dahin sind meine Gedanken gericht't.

 

Melodie - finnisch gesungen

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Text: Paul Gerhardt
Melodie: Johann Georg Ebeling

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Paul Gerhardt, geb. 1607 in Gräfenhainichen (Sachsen), Hauslehrer in Berlin, 1651 evangelisch-lutherischer Propst in Mittenwalde (Mark Brandenburg), 1657 Pfarrer an St. Nikolai in Berlin; 1667 seines Amtes enthoben, weil er als überzeugter Lutheraner dem Toleranzedikt des reformierten Großen Kurfürsten nicht zustimmen konnte, 1669 Archidiakonus in Lübben (Spreewald); dort gestorben 1676.
Er ist nach Martin Luther der bekannteste und produktivste Kirchenlieddichter. Seine etwa 130 Lieder bezeugen auf dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges persönliches Gottvertrauen und christliche Heilserfahrung; Crüger und Ebeling vertonten viele seiner Gedichte.
 


 

Editiert am Donnerstag, 19. Mai 2011, 12:20 von addition
Langweilige Vollkommenheit?
Autor: Admin am Donnerstag, 19. Mai 2011, 13:08

Dieser Gesang erinnert mich daran, dass uns nicht alle Talente gegeben werden können, sonst würde ich nur noch singen .... gepaart mit  der Freude am Himmelsfrieden und der Liebe Gottes.

Und die andern Talente? Die kämen vielleicht zu kurz ....

Wie ist es denn für einen selig Verstorbenen? Worin findet er sein Glück? Hat er dann alle Talente? Kann er sich noch freuen? Da verstehe ich Peter Gross und seine Gedanken im Buch "Jenseits der Erlösung", wo er schreibt, dass wir keine Erlösung brauchen, sonst würde es tot langweilig auf der Erde. Es müsse doch eine gewisse Spannung bleiben ....

Ist da ein gewisser Erklärungsnotstand? Oder mangelt es uns an Vorstellungskraft für ein Leben in tätiger Liebe, in Vollkommenheit? - Was ist denn Vollkommenheit? Was ist Leben? Lebt etwas noch, das vollkommen erfüllt ist mit allen Gütern, die möglich sind?

So kann man sogar jene verstehen, die Gott vorwerfen, dass er kein guter und mächtiger Gott sei, sonst hätte Er uns doch vollkommen erschaffen und das Böse nie zugelassen ....

Soll man darüber nachdenken? Oder sollen wir das Wort Gottes dazu lesen, damit wir besser verstehen? Belebt das Wort Gottes unsern Geist und unser Verständnis für die Geheimnisse der Schöpfung? - jene des Geistes und das Warum der irdischen Vergänglichkeit und über den Weg danach und darüber hinaus ....

Hat da jemand eine passende kurze Antwort aus eigener Kraft?

Liebe Grüsse!

 

Ich fand einen Weg, dass Störungen nun weniger stattfinden sollten! Einige Beiträge mit den unaussprechlichen Buchstabenfolgen habe ich unterdessen gelöscht.