Herde-Heft 21

Vorwort
Immer wieder muß auch ich die Erfahrung machen, daß ich bei vielen Anfechtungen, die an mich herantreten, versage. Dies war auch im vorhergehenden Vorwort der Fall, denn da habe ich gejammert, wo ich besser geschwiegen hätte.
Wenn Paulus in Römer 5, Vers 3 sagt: "Wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trübsal Geduld bringt", so ist ja offensichtlich, daß meine Resignation nicht gerade vorbildlich war. Von einigen Glaubensgeschwistern wurde ich deswegen auch gerügt und, wie zu sehen, ja mit Recht.
Es kamen aber auch Briefe des Trostes, und das vor allem von Geschwistern, die mir bisher nicht bekannt waren, da sie die Herde-Hefte von anderen Verteilern beziehen. Ohne mein Verfehlen rechtfertigen zu wollen, möchte ich aber doch sagen, daß alle diese Briefe bekunden, daß die Mehrzahl der Herde-Heft-Leser doch am weiteren Erscheinen der Hefte interessiert sind. Und das gibt mir wieder Auftrieb und Hoffnung, daß die Arbeit, die ich zusammen mit meinen Mitarbeitern leiste, nicht vergebens ist.
Grund zur Resignation wäre wahrlich genügend vorhanden, wenn man immer wieder erfährt, wie ablehnend sich die Menschen gegenüber dem alten ünd dem neuen Wort Gottes verhalten. Aber trotzdem sollen wir immer wieder nach vorne schauen. Wir sollen und wir dürfen hoffen, und Hoffnung läßt nicht zu Schanden werden.
Wiederum aber dürfen wir nicht so weit gehen, daß wir alles Unangenehme unbeachtet lassen, sondern vielmehr müssen wir darauf achten, was Gott uns damit sagen will, wenn wir von irgendetwas unangenehm berührt werden. Letztlich ist doch alles Seine Zulassung, und alles was Er zuläßt, was uns widerfährt, soll und kann dazu dienen, uns reifer und vollkommener zu machen.
Die Anfechtungen und Versuchungen der Jetztzeit sind sehr groß, und sie scheinen, je mehr es dem Ende zugeht, immer noch größer zu werden. In der ganzen Welt herrscht Verwirrung, im Kleinen wie im Großen. Wer jetzt nicht bald den einzigen Halt - Jesus Christus - gefunden hat, der wird sich nicht mehr zurechtfinden. Selbst in den höchsten Kreisen tritt der Irrtum immer mehr zutage. Denn wie könnte es sonst möglich sein, daß der neue Präsident der USA seinen Eid auf die Bibel leistete. Präsident Carter, der sich als guter Christ und Bibelkenner ausgibt, müßte doch wissen, daß unser Jesus-Vater nicht will, daß ein Mensch schwört. In Matthäus 5, Vers 33-37 steht doch unter anderem: "Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl, noch bei der Erde, denn sie ist Seiner Füße Schemel. Eure Rede aber sei: Ja, ja; Nein, nein. Was darüber ist, das ist von Übel."
Wie wir sehen, herrscht überall Verwirrung. Die äußeren Zustände nähern sich immer mehr dem Punkt, der in den Kundgaben, die Bertha Dudde empfing, schon lange vorausgesagt wurde. Die Nacht scheint mit Riesenschritten hereinzubrechen. Mögen doch noch alle Glaubensgeschwister ihr Licht leuchten lassen, damit noch einige Menschen ihre Zuflucht zu Jesus Christus nehmen.
W.K.

