Herde-Heft 25

Juni 1977 von Wolfgang Kühner
Vorwort Heft 25
Es geschieht immer wieder, daß Mitmenschen, die erst kurze Zeit die B.D. -Kundgaben kennen, an mich die Frage richten, ob ich ihnen genaue Angaben machen könne, bis wann die angekündigten Endzeitereignisse zu erwarten sind. Auf diese Frage kann ich nur immer wieder die Antwort geben, daß auch ich dies nicht weiß - oder zumindest auch nicht genau weiß.
Wenn unser Jesu-Vater in mehreren B.D. -Kundgaben gesagt hat, daß Er uns genaue Angaben, also Termine, nicht geben kann, weil dies für uns untragbar wäre, so trifft dies auch, auf Mich zu. Die einfachste Antwort auf diese Frage könnte also von mir aus lauten: ich weiß auch nichts genaues.
Aber hier beginnt für mich das Problem. Denn wenn ich die Antwort gebe "nichts genaues", so sage ich damit nur die halbe Wahrheit, und das kommt daher, weil ich doch etwas weiß - etwas, was aber eigentlich jeder wissen könnte.
Jesus hat uns doch empfohlen, auf die "Zeichen der Zeit" zu achten, damit wir daran ersehen können, was die Uhr geschlagen hat. Zeichen der Endzeit gibt es zwar viele, aber wer sich ernsthaft danach umsieht, der wird auch in erschreckendem Maße feststellen, daß diese Endzeitzeichen sich in der letzten Zeit sehr auffällig häufen. Auf allen Gebieten, seien sie wirtschaftlich, politisch oder geistig, ist nun ersichtlich, daß die Menschheit immer mehr auf eine große Katastrophe zusteuert, ja daß sie nicht mehr weit davon entfernt sein kann.
Wenn ich ferner nun auch noch zugeben muß, daß mir unser Jesu-Vater von Zeit zu Zeit kleine Hinweise gibt, die mir solche Endzeitzeichen offen in die Augen fallen lassen, so befürchte ich mit dieser Bemerkung diese Situation nur noch mehr zu verwirren. Denn ich komme dadurch in einen Zwiespalt, indem sich mehr oder weniger jeder befunden hat, der im Auftrag Gottes etwas voraussagte - prophezeite .
Wir brauchen dazu nur die Bibel in die Hand zu nehmen und vorne anzufangen. Da können wir schon im 2. Mosebuch, im 4. Kapitel ersehen, wie Mose sich von seinem Auftrag entledigen wollte. Ferner, wie erging es Jona , wie Jeremia, wie Johannes dem Täufer? Alle Männer, die etwas Unangenehmes ihren Mitmenschen sagen sollten, waren doch über ihre Aufgabe, die sie von Gott erhielten, nicht erfreut. Und warum nicht? Weil sie alle wußten, wie undankbar es ist, den Menschen Ereignisse anzukündigen, die sie nicht gerne hören. In diesem Zusammenhang sei auch auf das Kapitel 107,11 und 108, 1-12 im Großen Johannes Evangelium 2. Band hinzuweisen.
Wenn man aber wiederum ersieht, daß jeder, der einen solchen Auftrag von Gott bekam, sich letztlich doch nicht davon drücken konnte, so bleibt einem schließlich nichts anderes übrig, als diesen Auftrag auszuführen - zumal man sich Gott einmal angeboten hat, für Ihn tätig zu sein,
Es bleibt mir also auch nicht erspart mitzuteilen, daß ich vor einigen Tagen mehrere Hinweise unseres Jesu-Vaters bekommen habe, die darauf hindeuten, daß der neue Regierungschef Israels, Menachem Begin, der Mann ist, der das Start-Zeichen - der Beginn - für den dritten Weltkrieg ist. Also, dieser Mann ist als Zeichen gesetzt, für den Anfang eines der großen Endzeitereignisse. Ob er es aber durch die Erteilung eines Befehles, oder nur durch die Sichtbarwerdung der Gesinnung Israels durch seinen Wahlsieg, oder gar durch seinen eigenen Tod ist, das kann auch ich noch nicht sagen.
Obwohl dieser Hinweis keinen genauen Termin angibt, so bin ich mir doch bewußt, daß schon damit die Leser dieser Zeilen sehr beunruhigt werden können. Jeden dadurch Beunruhigten möchte ich daher bitten, mir diese Mitteilung nicht übel zu nehmen, sondern getrost zu warten, ob sich diese Voraussage auch erfüllt - oder ob, wie bei Jona in Ninive - Gottes Liebe und Langmut uns noch einmal einen Aufschub gibt. Möge Er uns gnädig sein.
W.K.
